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Flötenuhren

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TF 1Tischflötenuhre mit 17 Tonstufen

Sie entstand in der Absicht, die Verbindung von angezeigter Zeit mit Musik sichtbar zu machen. Im 18. Jahrhundert bevorzugte man die völlig versteckte und unerwartet erklingende Musik. Insofern ist diese Tischflötenuhr eine absolute Neuentwicklung, da solche Uhren soweit im Hause Naeschke bekannt, in dieser oder ähnlicher Form zuvor noch nicht gebaut wurden. Besonders reizvoll lassen sich Joseph Haydns kleine Flötenuhrstücke darstellen.

Ihr elegantes Äußeres verdankt diese Uhr den klassischen Linienführungen sowie dem perfekt verarbeitetem Kirschholzgehäuse. Die vier facettierten und fein geschliffenen Gläser geben den Blick frei auf jedes Detail des bestens verarbeiteten Innenlebens.
Ein Emailzifferblatt sitzt auf einem handgravierten und vergoldeten Messinggrundblatt. Die Zeiger sind handgesägt und ebenfalls vergoldet.

Jede Tischflötenuhr kann auf Wunsch mit einem gravierten und vergoldeten Messingblatt hinter den Pfeifen gestaltet werden. Pfeifen aus Holz sind möglich. Das Gehäuse gibt es in verschiedenen Einfärbungen.

Die Flötenuhr hat ein Uhrwerk mit Konstantkraftregler und einer Laufdauer von 14 Tagen. Nach dem Vollschlag auf eine Glocke setzt es das eigentliche Musikwerk in Bewegung. Mit einem Vollaufzug spielt dieses bis zu fünfzehn Auslösungen, das heißt morgens aufgezogen spielt sie einen Tag. Das Musikwerk kann ebenfalls auf Verlangen ausgelöst werden und besitzt einen Abstellmechanismus.

Tischflötenuhr mit 26 Tonstufen

Die Tischflötenuhr mit 26 Tonstufen war die erste, von Matthias Naeschke im Jahre 1984 konstruierte, Uhr. Nach über zwanzig Jahren wurde sie nun, technisch neu konzipiert, wieder aufgelegt. Ihr voller Klang erweckt im Zuhörer den Anschein, als würden hier mehr als nur 26 Töne spielen. Durch den großen Tonumfang bietet diese Uhr mehr musikalische Möglichkeiten. Das nun verglaste Gehäuse eröffnet dem Betrachter einen ungehinderten Einblick in das Zusammenspiel aller Einzelkomponenten.

TW 1

TF 26

Wandflötenuhr mit 17 Tonstufen

Die Haigerlocher Manufaktur bietet zwei verschiedene Typen von Wandflötenuhren an, deren Zifferblätter an die bekannten Flötenuhren aus dem Schwarzwald erinnern.

H
inter den Zifferblättern stecken keine Nachbauten der Schwarzwälder Uhren, sondern völlig neu konzipierte Flötenwerke aus der Manufaktur Naeschke.

Kleine Flötenstanduhr mit 17 Tonstufen

Diese im Stil der englischen „Grandfather clocks“ entworfene Uhr gibt sich nicht sofort als Flötenuhr zu erkennen. Vielmehr ist man erstaunt, wenn nach dem üblichen Stundenschlag auf die Glocke plötzlich aus dem Inneren der Uhr zarte Musik ertönt.

Unter dem Kopf des wunderbar verarbeiteten Gehäuses steckt auf engstem Raum eine kleine Orgel, die von einem soliden Antriebswerk mit Gewichtsaufzug angetrieben wird.

Der Magazin- und der Schöpfbalg sind stehend ausgeführt, die Windlade, die Pfeifen und die Spielwalze inklusive Klaviatur liegen auf einem Gestell über dem Antriebs- und dem Uhrwerk. Der überwiegende Teil des Orgelwerkes wird in feinster Schreinerarbeit ausgeführt. Jahrelange Lagerungsphasen der einzelnen Komponenten vor der Fertigstellung einer Flötenuhr sind unumgänglich.

Das Wissen um den Umgang mit den verschiedensten Holzarten und deren Einsatzgebiet im Flötenuhrbau ist eine Wissenschaft für sich. In der kleinen Manufaktur kümmert sich seit vielen Jahren eine Schreinerin um diesen speziellen Bereich.

Große Flötenstanduhr mit 26 Tonstufen

Diese Flötenuhr bildet das Prunkstück in der Kollektion von Matthias Naeschke. Sie wirkt durch die Anordnung der Zinnpfeifen in drei Feldern fast wie eine verkleinerte richtige Hausorgel.

D
er Tonumfang von 26 Tonstufen erzeugt ein großes Klangvolumen und eröffnet dem Walzenzeichner die Möglichkeit, auf ein erweitertes Musikrepertoire zurückzugreifen.

LE CAGE D’OR: Der Käfig mit mechanischem Vogelautomat

LE CAGE D’OR

 

„Ich habe große Hochachtung vor den Handwerkern des 18. Jahrhunderts. In ihren Werken steckt sehr viel Geist und Erfindungsreichtum. Was würden diese Leute mit all ihrem Können, gepaart mit den heutigen Fertigungsmethoden, alles erschaffen?! (Matthias Naeschke)

Passt ein barocker Vogelkäfig ins 21.Jahrhundert? Die Antwort ist ganz eindeutig und überzeugend: „JA!“ Ja, er passt in unsere hastige und immer nüchtern werdende Welt. Eine Welt, die nur noch dem kühlen Nutzen lebt, deren oft aufgesetzte Fröhlichkeit nicht zu Herzen geht.

 

Etwas ganz anderes war die sinnliche, barocke Lebensfreude. Man hat das eigene Leben dankbar mit Sinn gefüllt und nicht nur verbraucht. Die Sehnsucht nach schönen, harmonischen Dingen im eigenen Lebensbereich gewann an Bedeutung. Es war u.a. auch die Zeit der Automaten. Bestimmte Handwerker entwickelten sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts künstlerisch und technisch auf ein sehr hohes Niveau, das heute allenfalls durch Materialeigenschaften und Lebensdauer übertroffen wird.

Musikautomaten jedoch erforderten ein fundiertes Spezialwissen neben der geschickten Hand. Zu diesen Musikautomaten gehören die auch seinerzeit sehr seltenen Vogelkäfige mit richtigem kleinen Orgelwerk und beweglichem Vogel.

Der Vogelkäfig von Matthias Naeschke entspricht äußerlich einem barocken Vorbild. Stündlich spielt dieser wunderschöne Vogelkäfig-Automat eine lustige, barock verzierte Melodie und erheitert das Gemüt. Der Ablauf des Tages wird schöner; der hektische Alltag bleibt draußen.

Der Käfig an sich besteht in allen Teilen aus massivem, vergoldetem Messing. Die Applikationen wurden in Paris von einem Skulpteur als Modell für den Gießer geschnitzt. Ein Ziseleur hat die Gussteile künstlerisch vollendet. Auch die Porzellankartuschen mit ihren Blumenarrangements sind reine Handarbeit und wurden von einer wahren Künstlerin für diesen Käfig gezeichnet.

Am Boden des Käfigs befindet sich das Emailzifferblatt für ein Präzisionsuhrwerk. Es läuft 1 Woche und wurde von Meisteruhrmacher Paul Gerber passend gefertigt. Der prächtigen Bodenlunette entsprechend wurden die vergoldeten Zeiger entworfen. Acht harmonisch perfekt geformte Seitengitter verleihen dem Käfig etwas betörend Edles. Dies zu erreichen erfordert über zeichnen, aussägen, gravieren usw. usw. ungewöhnlich viele Arbeitsschritte.

Das eigentliche Automatenwerk verbirgt sich unter einer vergoldeten, filigran durchbrochenen Abdeckung, die mit feinstem Stoff kaschiert wurde. Orgelwerk und Laufwerk bilden zwischen starken Messingplatinen eine sehr kompakte, gut durchdachte Einheit. Das Laufwerk an sich verkörpert vorzügliche Uhrmacher-Handarbeit. Kompromisslos wurden alle Stahlteile gehärtet und sämtliche Bestandteile hochfein poliert. Der Windfang als Geschwindigkeitsregler ist auf Rubin gelagert. Das Orgelwerk, mit seinen 10 Zinnpfeifen , besteht aus Klaviatur, Walze, Magazin- und Schöpfbalg sowie der Windlade mit den Ventilen. Mit unsichtbarer Mechanik wird der befiederte Vogel je nach Musikstück gesteuert. Er bewegt Schnabel, Schwanz, ruckartig den Körper sowie bedächtig den Kopf.

72 Auslösungen sind möglich, d.h. er spielt mit einem Aufzug 3 Tage.

Durch gewissenhafte, sehr aufwendige Handarbeit ist ein beglückendes Kunstwerk entstanden. Es berührt die Seele sensibler Menschen! Wer sich mit diesem Stück verwirklichter Harmonie umgibt, muss ein Ästhet sein!

 

Aktualisiert ( Dienstag, 06. April 2010 um 09:48 Uhr )  

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